Wieso Indian Summer?

Wieso heißt der Herbst mit seinen wundervoll bunten Bäumen Indian Summer? Hier erfahren Sie, wann der Begriff aufkam und was dahinterstecken könnte.
Der späte Sommer nennt sich Altweibersommer, der Herbst hingegen Indian Summer. Wenn letzterer da ist, sehen die Wälder wie verzaubert aus: Mit goldenen Farbschattierungen, die sich zu wundervollem Orange, Rot und Zinnoberrot, zu Aubergine, Kupfer, Ocker und Braun wandeln und fast wie der Kopfschmuck von Winnetou aussehen.
Ob die Jahreszeit wohl deshalb «Indian Summer» heißt? Man weiss es nicht genau. Aber fest steht, dass der Begriff erstmals 1778 vom in Orange County (New York) lebenden französisch-amerikanischen Schriftsteller St. John de Crèvecœur verwendet wurde. Man spekuliert darüber, was er sich dabei gedacht haben mag.
Die einen meinen, er habe sich auf die Mythologie der indigenen Völker bezogen. Dort besagt eine Legende nämlich, dass das Blut erlegter Bären ins Erdreich fließt, von den Bäumen aufgesogen wird und die Blätter färbt.
Andere hingegen glauben, der Begriff beruhe darauf, dass der Indian Summer als Hauptjagdsaison und Erntezeit für Mais und Kürbisse die wichtigste Jahreszeit der Ureinwohner - also sozusagen deren Sommer - war. Aber wie auch immer: Der Indian Summer ist unvergleichlich schön. Genießen Sie ihn!

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