Wie Österreich den Muttertag für sich entdeckte

Wer hat ihn erfunden? Nein, die Österreicher waren es nicht. Aber weil wir unsere Mamis lieben, konnten wir gar nicht anders, als ihn einzuführen.
In den 1920er Jahren verbreitete sich der Muttertag über England aus in die Schweiz, nach Finnland, Norwegen und schließlich auch 1924 nach Österreich. Hier gilt Marianne Hainisch, Begründerin und Führerin der Frauenbewegung in Österreich, als Initiatorin für die Verbreitung und Etablierung des Muttertages.
Unterstützung fand sie in der Pfadfinderbewegung , die sich ebenso für die Feier eines Muttertags einsetzte.
Marianne Hainisch sei nicht nur der Anregung von Anna Jarvis (US-Frauenrechtlerin, rief anlässlich des Todestags ihrer Mutter 1908 einen "Allgemeinen Gedenktag an alle Mütter" aus) gefolgt, sondern auch einer Anregung von Karl Barteis, einem Mitglied des Pfadfinderkorps. Als Ehrenpräsidentin setzte sich Marianne Hainisch für diesen Vorschlag ein und folglich ist auch ihr die Bekanntheit des Muttertages hierzulande zu verdanken.

Auch wenn über den Ausgangspunkt Uneinigkeit herrscht, so hat auch das Wiener Korps ohne Zweifel für die Verbreitung des Muttertags beigetragen, denn alleine 1926 marschierten über 850 Pfadfinder über die Wiener Ringstraße am zweiten Sonntag im Mai.

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