Warum heißt der Indian Summer so? Hier finden Sie eine einleuchtende Vermutung, eine
schöne Legende und die Bedeutung der Blattfarben für die Irokesen.
Indian Summer - Hauptjagdsaison und Vorratssammlung
Wenn sich in Nordamerika ab September gelbe, orangefarbene und
blutrote Blätter über endlos wirkende Laubwälder ausbreiten, ist
der Indian Summer da. Es ist eine ungewöhnlich trockene und warme
Wetterperiode, die von strahlend blauem Himmel begleitet wird.
Wieso aber Indian Summer? Es gibt nur Vermutungen. So z.B. jene,
dass dies die Hauptjagdsaison der nordamerikanischen Ureinwohner
war
und die letzte Möglichkeit, um Vorräte für den Winter zu sammeln.
Die Bärenjagd der Irokesen
Das Volk der Irokesen erzählt sich über den Indian Summer
eine schöne Geschichte. Danach verfolgen jedes Jahr im Herbst
zwei Jäger und ihr Hund einen grossen Bären. Da der Bär über
magische Kräfte verfügt, flieht er bis in den Himmel. Doch die
Jäger und ihr Hund folgen ihm und erlegen ihn. Das Blut des
Bären tropft auf die Erde und färbt die Blätter der Ahornbäume
rot. Noch heute kann man die Sternbilder dieser Jagd erkennen:
Der Grosse Bär, besser bekannt als Grosser Wagen und dicht
dahinter die beiden Jäger und deren Hund,
die durch die drei Deichselsterne dargestellt sind.
Die Bedeutung der Blattfarben für die Irokesen
In der Mythologie der Irokesen haben die Farben
des Indian Summers eine besondere Bedeutung. Die
gelben Blätter symbolisieren die Feuer der Geister,
während die roten Blätter vom Blut des Bären getränkt sind,
den die himmlischen Jäger erlegt haben. Solche Geschichten
erzählte sich die indigene Bevölkerung allerdings nur im Winter.
Denn der Sommer war der Arbeit vorbehalten. Und wer gegen dieses
Gesetz verstieß, wurde von den unsichtbaren Naturgeistern
Jo-ga-oh bestraft.
Auch bei uns haben Farben ihre Symbolik.