Der erste Vatertag entstand in Deutschland aus einem Missverständnis heraus und wurde zur fröhlichen Herrenpartie.
Inzwischen verwöhnt man die Väter aber auch dort.
Vom himmlischen zum feuchtfröhlichen Vatertag in Deutschland
In Deutschland bezeichnete man «Christi Himmelfahrt»
im Mittelalter auch als Vatertag. Mit «Vater» meinte man
allerdings den himmlischen Vater, da an diesem kirchlichen
Feiertag Jesus zu seinem Vater aufsteigt.
Damals waren
Bittprozessionen üblich. Man marschierte durch Wiesen und
Felder und betete für eine gute Ernte. Anschließend
trafen sich Männer im Wirtshaus zu einem ausgedehnten
Umtrunk. Dieser wurde zunehmend beliebter.
Und so wurde
der Tag immer mehr zum weltlichen Vater- oder Herrentag.
Vatertag: 1936 in Deutschland offiziell anerkannt
Zu Beginn des 20. Jh. wurden geschmückte Kutschen und
Traktoren mit Alkoholika beladen, um Väter und Nichtväter
aufs Land zu transportieren und den Herrentag zu begießen.
1936 erklärte Deutschland das Datum von Christi Himmelfahrt
aber offiziell zum Vatertag.
Natürlichen blieben die
bierseligen Ausflüge weiterhin beliebt. Aber
inzwischen ist der Vatertag in Deutschland ein
Ehrentag für Väter, der in der Familie gefeiert wird.