Europäer entdecken die Rosenzucht

Lange Zeit waren Rosen in Europa nur einmalblühend. Das änderte sich erst mit den Entdeckungsfahrten der Engländer und Holländer im 16. Jahrhunderts nach Asien.
Ab dem 16. Jh. gelangten mit den seefahrenden Nationen – allen voran mit den Engländern und Holländern – Rosen aus dem fernen Osten nach Europa, mit denen das Züchten der Rosen begann. So entstanden in Holland z. B. die ersten Centifolien, die nun statt der einfachen, plötzlich gefüllte Blüten aufwiesen und mit ihrem berauschenden Duft Einzug in Bürger- und Herrschaftsgärten hielten. Aus ihnen gingen durch Knospenmutationen die ersten Moosrosen hervor.

Eine Rosenzucht im größeren Stil begann jedoch erst, als man durch den Ausbau des Handels mit Asien im späten 18. Jahrhundert in Westeuropa vermehrt chinesische und europäische Rosen miteinander zu kreuzen begann. Durch Züchtung und Selektion entstanden damals nachblühende oder remontierende Rosensorten wie z. B. die Portland-, Bourbon-, Noisette- und Remontant-Rosen.
Große Erfolge hatte aber auch Rosenzüchter David Austin mit seinen englischen Rosen, die in Farbe und Form auf diese alten Rosen zurückgehen. Bei der Rosenzucht der letzten Jahrzehnte hat außerdem die Wildrosenart Rosa rugosa eine größere Rolle gespielt. Durch sie wurden in Kultursorten der Rosen Winterhärte und Krankheitsresistenz eingezüchtet. Rosenliebhaber können mittlerweile unter rund 30‘000 Rosensorten wählen.

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